1. Fahrerassistenzsystem
2. Fußgängerschutz
1. Fahrerassistenzsystem
Fahrerassistenzsysteme (FAS - Englisch: Advanced driver assistance systems (ADAS)) sind elektronische Zusatzeinrichtungen in Kraftfahrzeugen zur Unterstützung des Fahrers in bestimmten Fahrsituationen. Hierbei stehen oft Sicherheitsaspekte, aber auch die Steigerung des Fahrkomforts im Vordergrund. Diese Systeme greifen teilautonom oder autonom in Antrieb, Steuerung (z.B. Gas, Bremse) oder Signalisierungseinrichtungen des Fahrzeuges ein oder warnen durch geeignete Mensch-Maschine-Schnittstellen den Fahrer kurz vor oder während kritischer Situationen. Derzeit sind die meisten Fahrerassistenzsysteme so konzipiert, dass die Verantwortung beim Fahrer bleibt, und dieser letztlich nicht entmündigt wird.
2. Fußgängerschutz
Fußgängerschutz ist ein Begriff aus der Fahrzeugentwicklung. Bei modernen PKW legen die Hersteller immer mehr Wert darauf, dass nicht nur die Insassen besser geschützt werden, sondern auch Fußgänger bei einer Kollision mit einem Fahrzeug bessere Überlebenschancen haben.
Besonders gefährdet bei einer Fahrzeugkollision sind Beine und Kopf des Fußgängers. Untersuchungen zeigen außerdem Korrelationen zwischen Fußgängergröße, Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit und dem Verletzungsbild.
Die Automobilindustrie untersucht die Gefährdung, die ein Fahrzeug darstellt anhand von 4 unterschiedlichen Impaktoren (simulieren die Körperteile Kopf und Beine), die gegen das Fahrzeug geschossen werden. Dabei handelt es sich um ein Beinimpaktor, bei dem Beschleunigung und Flexion des Knieligaments gemessen werden, ein Hüftimpaktor und zwei Kopfimpaktoren (jeweils als Modell für ein Kind und einen Erwachsenen) bei denen die Aufprallverzögerungen gemessen werden. Aus den Kopfbeschleunigungen wird der HIC (Head Injury Criterion) ermittelt, der ein Maß für die Schwere der Kopfverletzungen darstellt.
Eine genaue Beschreibung der Impaktoren und der Prüfbedingungen kann in der Dokumentation der Working Group 17 (WG17) der Europäischen Kommission oder bei der Euro NCAP Organisation nachgelesen werden.
Aus den Impaktoruntersuchungen haben sich verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten ergeben: - das Verbot von sogenannten Kuhfänger, die insbesondere Kinder am Kopf schwer verletzen können. - eine nachgiebigere Fahrzeugfront, die die Energie des Aufpralls absorbiert (Knautschzone) - ein unterer Querträger, der die Rotation des Fußgängers frühzeitig einleitet um die Knieverletzungen zu minimieren. - Deformationswege am Übergang zwischen Front und Haube - Verformbarkeit der Motorhaube entweder durch passive Maßnahmen (Absenkung des Motorblockes, deformierbare Anbindungen der Kotflügel, der Scharniere) oder aktive Lösungen (Anhebung der Haube nach der Erkennung eines Fußgängeraufpralls durch einen Sensor).
Ein entsprechender Gesetzentwurf der Europäischen Kommission ist z.Zt. in Vorbereitung. Erste Fahrzeuge mit aktiven Hauben werden voraussichtlich in den nächsten Monaten auf den Markt kommen.
|